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Kronshagener Persönlichkeiten

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen Personen vorstellen, die für ihre besonderen Verdienste um die Gemeinde Kronshagen zu Ehrenbürgern ernannt wurde oder die die Geschicke der Gemeinde in verantwortlicher Position geleitet haben. 

Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürger

Die Ernennung zur Ehrenbürgerin oder zum Ehrenbürger ist die höchste vergebene Auszeichnung für eine Persönlichkeit, die sich in herausragender Weise um das Wohl oder Ansehen des Ortes verdient gemacht hat. 

Das Ehrenbürgerrecht geht ursprünglich auf die Französische Revolution und ihren Titel „bourgeois honoraire“ zurück. Die ersten deutschen Städte, die einen ähnlichen Ehrentitel verliehen haben, waren 1790 Saarbrücken sowie 1795 Frankfurt am Main und Bremen.
 

Ida Petersen (11.11.1909 - 07.01.1998)

Die geborene Kielerin war von 1946 bis 1974 in der Gemeindepolitik tätig, als stellv. Bürgervorsteherin, stellv. Vorsitzende des Sozialausschusses, langjähriges Mitglied des Schulausschusses und des Sozialausschusses.
Die populäre SPD-Politikerin, deren Mann lange in russischer Kriegsgefangenschaft aushalten musste, setzte Taktgefühl und Humor für ihre bedürftigen Mitmenschen ein, als Mitbegründerin der AWO, im DRK-Seniorenzentrum, bei Initiativen für Kinder und Jugendlichen.
Seit 1974 Ehrenbürgerin. 

Paul Drews (21.06.1893 - 24.03.1972)

Paul Drews war von 1934 bis 1945 und von 1950 bis 1961 Bürgermeister der Gemeinde Kronshagen. Am 30.06.1961 wurde ihm die Ehrenbürgerwürde verliehen. In der Begründung hieß es: „Über 50 Jahre hat er der Gemeinde Kronshagen in seltener Treue gedient und zu ihrem Wohle gewirkt. Für sein immer auf das Wohl und Gedeihen der Gemeinde gerichtetes Wirken und Schaffen verleiht ihm die Gemeindevertretung Kronshagen das Ehrenbürgerrecht.“ Zugleich wurde beschlossen, eine Straße in der Ortsmitte Kronshagens ihm zu Ehren „Bürgermeister-Drews-Straße“ zu nennen.

Seine Persönlichkeit machte Paul Drews zu einem in großen Teilen der Einwohnerschaft beliebten und geachteten Bürgermeister. Seit Forschungsergebnisse zum Wirken von Paul Drews während der Zeit des Nationalsozialismus und ein vertiefendes Gutachten hierzu vorliegen, kann jedoch nicht mehr darüber hinweggesehen werden, dass das NSDAP-Mitglied Paul Drews seine Aufgaben in seiner ersten Amtszeit als Bürgermeister mit großem regimetreuem Engagement erfüllte. Er forcierte viele Projekte, die vordergründig dem Gemeinwohl dienten, gleichzeitig aber die Einbindung des gesamten Alltagslebens in nationalsozialistische Strukturen bewirkten und die Verbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts förderten. Auch geschäftliche Einflussnahmen von Paul Drews zugunsten von Parteifreunden/-freundinnen und Marineinstitutionen und zulasten anderer Bürger/-innen sind für seine erste Amtszeit belegt.

Im Laufe seines Entnazifizierungsverfahrens gab Paul Drews bewusst wahrheitswidrig an, erst am 01.05.1933 in die NSDAP eingetreten zu sein. Nur durch diese Falschaussage erlangte er das passive Wahlrecht und konnte erneut als Bürgermeister für die Gemeinde Kronshagen kandidieren.

Aus diesen Gründen entschied die Gemeindevertretung im Jahr 2025, Paul Drews die Ehrenbürgerwürde symbolisch abzuerkennen und der nach ihm benannten Straße einen neuen Namen zu geben.

 

 

Enno Rust (12.08.1882 - 22.11.1975)

Der 1882 in Norderney geborene Rust war bis 1946 Betriebsdirektor und Bürgervorsteher von 1950 bis 1962. In die Amtszeit des Kreistagsabgeordenten und Alterspräsidenten des Kreistages fiel ein großer Teil des Aufbaues von Kronshagen. Bundesverdienstkreuz I. Klasse, Tätigkeit als Schiedsmann.

Seit 1962 Ehrenbürger. 

Cord Peter Lubinski

Cord Peter Lubinski wurde 1941 in Kronshagen geboren. Von 1958 bis 1961 absolvierte er eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann.

Er begann 1964 seine Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten in der gesetzlichen Krankenversicherung bei der DAK. Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Range eines Landesgeschäftsführers im Juli 2005 blieb er bei der DAK und war in verschiedenen Unternehmensbereichen tätig. Cord Peter Lubinski war langjährig in Selbstverwaltungsgremien der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) und der Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) tätig. Neben seinem Beruf nahm er diverse hohe Ämter in Schleswig-Holstein und auf Bundesebene für seine Gewerkschaft wahr.

Sein ehrenamtliches Engagement erstreckte sich seit 1970 über 30 Jahre auf die Kommunalpolitik als Mitglied der SPD-Fraktion, deren Vorsitzender er ab 1976 bis zu seinem Ausscheiden war. Von 1978 - 1990 war er als Mitglied des Kreistages im Bereich Wirtschaft und Verkehr und im Kreisausschuss tätig. Mit seiner Arbeit mit den Schwerpunkten im Finanzsektor und im Hauptausschuss der Gemeinde unterstützte er maßgeblich markante Bauvorhaben, die das Gesicht Kronshagens heute prägen. Cord Peter Lubinski verbindet überragendes Fachwissen mit starkem sozialen Engagement. Für seine herausragende ehrenamtliche kommunalpolitische Tätigkeit in Kronshagen erhielt er 2003 die Ehrenbürgerwürde verliehen.

Cord Peter Lubinski war ab 2008 stellvertretendes Mitglied im Vorstand und im Bundesvorstand der Deutschen Rentenversicherung Bund und ist seit Oktober 2011 Vorstandsmitglied im Vorstand für die Gruppe der Versicherten alternierender Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund. 2012 wurde er von der Bundesregierung in den Sozialbeirat der Bundesrepublik Deutschland berufen. 

Gemeindevorsteher und Bürgermeister seit 1867

  • Auflistung in chronologischer Reihenfolge