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Verkehrsnetz

Zur Sicherstellung der Verkehrssicherheit werden sämtliche Straßen regelmäßig durch den gemeindlichen Straßenläufer begangen und Schäden aufgenommen; diese werden dann entsprechend ihrer Gefährdungslage durch den Bauhof oder entsprechende Fachfirmen schnellstmöglich beseitigt. 

Straßenbelagsarbeiten an Gemeindestraßen werden durch den Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Verkehr als zuständigen Fachausschuss beschlossen und im Rahmen der zur Verfügung stehenden Finanzmittel ausgeführt. In der warmen und trockenen Sommerperiode werden Straßenbelagsarbeiten zur Beseitigung von Winterschäden durchgeführt werden.

Helfen Sie gerne mit, unsere Straßen sicherer zu machen, und nutzen Sie den Schadensmelder.

Das Verkehrsnetz umfasst eine Länge von knapp 42 km und gliedert sich wie folgt in:

  • 0,840 km Kreisstraßen
  • 2,080 km Landesstraßen
  • 27,550 km Gemeindestraßen
  • 0,280 km Privatstraßen
  • 13,220 km Radwege
Geschwindigkeitsbegrenzung 30 km/h

Die Gemeinde Kronshagen hat im März 2008 damit begonnen, aus Gründen der Schulwege- und Verkehrssicherheit sowie vor dem Hintergrund einer Verkehrslärmminderung Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Hauptverkehrsstraßen umzusetzen.

So wurden zum 01.03.2008 Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 30 km/h in der Kopperpahler Allee zwischen Kieler Straße und Eichkoppelweg, im Eichkoppelweg sowie im Suchsdorfer Weg zwischen Ottendorfer Weg und Eichkoppelweg festgesetzt.

Nach detaillierten Berechnungen führt dies in den Straßenzügen zu folgenden positiven Effekten hinsichtlich des Verkehrslärms:

  • Gerade im sensiblen Bereich der Nachtstunden kommt es zu einer deutlichen Reduzierung der durch hohe oder sehr hohe Lärmbelastung betroffenen Bürgerinnen und Bürger; die Verkehrslärmbelastetenzahlen in Kronshagen nehmen um etwa 16 % ab.
  • Ganztägig wurde eine Reduzierung der Belastetenzahlen für hohe oder sehr hohe Betroffenheiten um etwa 18 % für Kronshagen errechnet.
  • Für den Bereich des Suchsdorfer Weges wurde gutachterlich festgestellt, dass an geprüften Immissionsorten die vom Straßenverkehr verursachten Geräusche die Orientierungs- und Immissionsgrenzwerte für Allgemeine Wohngebiete tags und nachts überschreiten.
  • Durch Einrichtung einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h würde sich nach gutachterlicher Prognose eine deutliche Minderung der Verkehrslärmbelastung um zwei bis drei dB(A) ergeben.
  • Auch unter gutachterlicher Berücksichtigung der Zunahme des Verkehrsaufkommens bis zum Jahr 2025 würde die Einrichtung einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h im Suchsdorfer Weg nach gutachterlicher Prognose eine deutliche Minderung der Verkehrslärmbelastung um zwei bis drei dB(A) ergeben.

Verkehrslärmreduzierung ist nach Auffassung der obersten Verkehrsbehörde jedoch keine Grundlage für Geschwindigkeitsbegrenzungen in Gebieten mit einer Regelgeschwindigkeit von 50 km/h; nach fachlicher Weisung des Verkehrsministeriums war die Geschwindigkeitsbegrenzung im Eichkoppelweg von der Bahnüberführung bis zum Suchsdorfer Weg wieder aufzuheben.

Auch die Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h im Suchsdorfer Weg war nach fachlicher Weisung des Verkehrsministeriums hinsichtlich Länge und Zeitraum zu verkürzen; so ist nun die Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h auf dem Suchsdorfer Weg ab Steindamm werktäglich von 07°° Uhr bis 09°° Uhr und von 12°° Uhr bis 16°° Uhr festgesetzt.

Das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht hat in einem Beschluss angemerkt, „dass eine solche Geschwindigkeitsbegrenzung nach § 45 I S. 2 Nr. 3 StVO zum Schutze der Wohnbevölkerung u. a. vor Lärm grundsätzlich zulässig ist und angesichts der hohen Verkehrslärmbelastung der unmittelbaren Straßenanlieger von derzeit bis zu 64 dB(A) hier wohl auch gerechtfertigt wäre. (…) dürften wohl auch keine verkehrsrechtlichen Gründe der Zulässigkeit einer solchen Geschwindigkeitsbegrenzung entgegenstehen, die jedenfalls in tatsächlicher Hinsicht die Lärmsituation (…) verbessern würde.“

Sanierung Kieler Straße

Der Straßenzustand der Kieler Straße, insbesondere im Bereich westlich der Bahnlinie, befindet sich in keinem guten Zustand; seit mehreren Jahren bemüht sich die Gemeinde Kronshagen bei dem Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein darum, dass die Kieler Straße saniert wird.

Die Kieler Straße als Landesstraße liegt in der Zuständigkeit des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr (LBV SH); so ist der Landesbetrieb für die Unterhaltung der Straße sowie ggfls. deren Erneuerung nebst des nördlich verlaufenden kombinierten Geh- und Radweges zuständig. Der Gemeinde Kronshagen obliegt es, die in der Straße verlaufende Kanalisation sowie den südlich der Kieler Straße verlaufenden Gehweg zu unterhalten. Wie in mehreren Ortsterminen festgestellt werden konnte, ist eine Unterhaltung des Westabschnittes der Kieler Straße nicht mehr möglich; dieser Bereich bedarf der Erneuerung.

Die Gemeinde Kronshagen wird in Kooperation mit dem Land Schleswig-Holstein, nachdem die Finanzierung landesseitig sichergestgellt ist, ein gemeinsames Flächenkonzept entwickeln und kooperativ in den kommenden Jahren umsetzen - hierbei wird auf die Aspekte der Ortskernplanung Rücksicht genommen. Die gemeindliche Cofinanzierung für den südlichen Gehweg sowie die Kanalisation ist bei der Haushaltsplanung bereits berücksichtigt.

Überwachung Ruhender Verkehr

Nach eingehender politischer Meinungsbildung und Information der Kronshagenerinnen und Kronshagen über Plakate, Handzettel, die Tagespresse, im Rahmen der Kronshagenschau und das Internetportal der Gemeinde wurden am 01. Juni 2008 mit der Überwachung des Ruhenden Verkehrs durch eine Überwachungskraft begonnen.

Im Rahmen eines Pilotprojektes in Kooperation mit dem Amt Dänischenhagen erfolgt nunmehr die Überwachung des ruhenden Verkehrs durch eine „Politesse“ mit dem Ziel, durch geordnetes Halten und Parken zur Steigerung der Verkehrssicherheit für die schwächeren Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer beizutragen.

Auch die Freihaltung der Rettungs-, Schul-, Geh- und Radwege sowie Kurvenbereiche soll durch diese Maßnahme gesichert werden. Gefährliche Situationen sollen damit unterbunden und die Straßen und Wege zum Vorteil aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gesichert werden.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass die Sensibilität der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zum ordnungsgemäßen Halten und Parken sowie zur Freihaltung der Rettungswege seit Beginn der Überwachung des Ruhenden Verkehrs stark zugenommen hat und eine große Akzeptanz der Verkehrsüberwachung in der Kronshagener Bevölkerung besteht, auch wenn durch die Einführung der Verkehrsüberwachung alte rechtswidrige Gewohnheiten tangiert wurden.

Im Sinne aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer bitte ich Sie: Halten auch Sie sich - insbesondere zur Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer - an die Straßenverkehrsordnung und tragen Sie damit aktiv zur Verkehrssicherheit in unserer Gartenstadt bei.

Umgestaltung Buscaps

Die Gemeinde Kronshagen hat sich zum Ziel gesetzt, den ÖPNV durch Einrichtung von Buscaps zu stärken. Der Vorteil von Buscaps liegt darin, dass die Bushaltestelle direkt an die Fahrbahn herangeführt wird und so das Fahrzeug ohne Probleme so dicht wie möglich an den Bordstein heranfahren kann.

Der „Kasseler Bordstein“, bei dem der Niederflurbus ohne Reifenschäden so dicht heranfahren kann, dass nur noch ein Spalt von 5 cm zwischen Bordstein und Wagenboden verbleibt, erhöht den Komfort für die geh- und sehbehinderten ÖPNV-Nutzer. Jede Senkung des Fahrzeugverkehrs zu Gunsten des ÖPNV führt zu einer Senkung des Verkehrslärms. Durch die Anlage von Buscaps wird weiterhin eine Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit angestrebt, die zu einer weiteren Reduzierung des Verkehrslärms führt. Darüber hinaus sind durch Buscaps weniger Kurvenfahrten und Verzögerungen beim Abfahren von der Haltestelle notwendig; auch dies führt zu einer Minderung der Verkehrslärmbelastung.

Ziel der Gemeinde Kronshagen ist es, in den kommenden Jahren jährlich an stark frequentierten Haltestellen Buscaps zu errichten, um den Menschen mit Behinderung, den jungen Familien mit Kinderwagen und den älteren Menschen mit Gehhilfsmitteln das Aus- und Einsteigen zu erleichtern.