Panel öffnen/schließen

Lärmminderungsplanung

Die Gemeinde Kronshagen war bereits im Jahre 2007 durch europarechtliche Vorgaben über den Ballungsraum der Landeshauptstadt Kiel verpflichtet, den auf die Einwohnerinnen und Einwohner einwirkenden Lärm – und hier insbesondere des Verkehrslärms – zu ermitteln und die Anzahl der Betroffenen zu ermitteln.

Diese Daten wurden im Jahre 2013 fortgeschrieben und stellen sich wie folgt dar:

dB(A) Belastete
über bis Personen Lden Personen Lden Personen Ln Personen Ln Wohnungen Lden Wohnungen Lden
2007 2012 2007 2012 2007 2012
50 55 1.060 920 650 580 840 680
55 60 600 510 400 260 150 130
60 65 300 280 10 0 0 0
65 70 0 0 0 0 0 0
-250 Belastete -220 Belastete -180 Belastete
Lden = Belastete über 24 Stunden / Ln = Belastete in der Nacht

Die Ergebnisse der Lärmkartierung können in drei Kategorien von Betroffenheit bzw. Belastung eingeteilt werden: sehr hohe Belastungen, hohe Belastungen und Belastungen. Die Lärmkartierung stellt im Ergebnis fest, dass nach aktuellen Erkenntnissen glücklicherweise weder ganztägig noch nachts Personen in Kronshagen sehr hohen Belastungen ausgesetzt sind.

Ganztägig sind 280 Kronshagenerinnen und Kronshagener hohen Belastungen ausgesetzt; in der Nacht sind 260 Einwohnerinnen und Einwohner hohen Verkehrslärmbelastungen ausgesetzt.

Ganztägig sind 920 Personen Belastungen bzw. Belästigungen ausgesetzt; in der Nacht sind 580 Personen Belastungen bzw. Belästigungen ausgesetzt.  

Die Lärmaktionsplanung stellt nun bereits umgesetzte Maßnahmen und künftige Möglichkeiten zur Reduzierung der Verkehrslärmbelastung dar. Der im Jahr 2009 unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit entwickelte Lärmaktionsplan der Gemeinde Kronshagen sieht folgende Maßnahmen vor:

Maßnahmen zur Lärmminderung
Ziffer Maßnahme Umsetzungsstand
3.1.1 Stärkung des Fußverkehrs durch Querungshilfen und blaue Gehwegefurten umgesetzt
3.1.2 Stärkung des Radverkehrs durch Aufstellung eines Radverkehrskonzeptes umgesetzt
3.1.3 Senkung des Verkehrslärms durch Geschwindigkeitsbegrenzungen 30 km/h umgesetzt, soweit rechtlich möglich
3.1.4 Senkung des Verkehrslärms durch Tempo-30-Zonen umgesetzt, soweit rechtlich möglich
3.1.5 Stärkung des ÖPNV durch Erneuerung der Fahrgastunterstände umgesetzt, weitere Fahrgastunterstände folgen
3.2.1 Senkung des Verkehrslärms durch Einrichtung von Buscaps umgesetzt, weitere Buscaps folgen
3.2.2 Senkung des Verkehrslärms durch Verlagerung der L 194 „Kieler Straße“ Ablehnung durch das Land Schleswig-Holstein
3.2.3 Stärkung des ÖPNV durch Einrichtung eines Bahnhaltepunktes Kronshagen Wiedereröffnung 2014
3.2.4 Stärkung des ÖPNV durch Einbindung in die StadtRegionalBahn Kiel Kronshagen ist in der 1. Stufe nicht eingebunden
3.2.5 Senkung des Verkehrslärms Eckernförder Straße in Abstimmung mit der LH Kiel offen
3.2.6 Senkung der Auswirkungen des Verkehrslärms Olof-Palme-Damm alle rechtlichen Möglichkeiten ohne Verbesserung ausgeschöpft
3.2.7 Senkung des Verkehrslärms durch Geschwindigkeitsbegrenzungen 30 km/h umgesetzt, soweit rechtlich möglich
3.2.8 Umsetzung des Radwegekonzeptes tlw. umgesetzt, weitere Maßnahmen in 2013

Den gemeindlichen Lärmaktionsplan können Sie über die nebenstehende Datei einsehen; für Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Im Jahr 2013 ist der gemeindliche Lärmaktionsplan der 1. Stufe zu überprüfen um festzustellen, ob und wie der Lärmaktionsplan in der 2. Stufe gemäß § 47d Bundesimmissionsschutzgesetz zu bearbeiten ist (siehe untenstehende Datei).

Der gemeindliche Lärmaktionsplan vom Februar 2009 wurde anhand eines Prüfkriterienkataloges der Projektgruppe Umgebungslärm des Technischen Umweltschutzes des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein verwaltungsseits überprüft. Es wurde festgestellt, dass mangels relevanter Veränderungen eine umfängliche Überarbeitung nicht erforderlich ist.

Vielmehr wurde unter Berücksichtigung der positiven Entwicklung der Belastetenzahlen deutlich, dass die begonnenen und bereits umgestezten Maßnahmen des Lärmaktionsplanes zielführend und zweckmäßig sind; die begonnenen bzw. noch ausstehenden Maßnahmen lasse erwarten, dass die Belastetenzahlen weiter zu reduzieren sind.