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AKTUELLE AUSGABE DER „SICHTWEISEN“ I/2012

Die Broschüre „sichtweisen“ erscheint zweimal jährlich. Sie richtet sich mit Informationen und Themen gezielt an Frauen – und interessierte Männer – im Kreisgebiet.

 

Broschuere Sichtweisen„sichtweisen“  bietet :

Einsichtenin frauenrelevante gesellschaftliche Entwicklungen
Aussichtenauf Themen und Veranstaltungen
Ansichten

der Autorinnen, - die auch mal zum Widerspruch reizen mögen und hoffentlich zur Diskussion anregen

  

  

Die Frühjahrsausgabe 2012 liegt kostenfrei im Foyer des Rathauses Kronshagen, in der Gemeindebücherei, im Bürgerhaus sowie in der Volkshochschule aus. Sie resultiert aus einer Zusammenarbeit der hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Rendsburg-Eckernförde, der Stadt Rendsburg und der Gemeinde Kronshagen.

 

Wir werden – statistisch betrachtet – immer älter

Eigentlich eine schöne Entwicklung, schenkt sie uns doch mehr Lebenszeit.
Ein anderer Aspekt unseres Älterwerdens betrifft jedoch die daraus resultierenden Folgen wie Pflege und Betreuung. Schon heute werden Sie – spontan oder bei kurzem Nachdenken – entweder in der eigenen Familie oder dem Bekanntenkreis wissen, wie plötzlich eine Pflegesituation bei älteren Angehörigen eintreten kann oder wie einschneidend sich Familien umorganisieren (müssen), wenn sie die häusliche Pflege der älteren Mutter oder des älteren Vaters übernehmen.

Knapp 1,7 Millionen Menschen werden hierzulande von Angehörigen zu Hause gepflegt. Immer mehr dieser Pflegenden sind berufstätig: Laut AOK-Pflegebericht arbeiten mehr als ein Drittel in Teilzeit, fast ein Fünftel ist ganztags beschäftigt. Diese Doppelbelastung ist schwer zu bewältigen.
Bisher gab es nur die Möglichkeit, sich vom Arbeitgeber für maximal ein halbes Jahr ohne Bezahlung frei stellen zu lassen. Viele Menschen können es sich aber nicht leisten, ein halbes Jahr auf Lohn oder Gehalt zu verzichten. Nicht zuletzt deshalb hat die Gesetzgebung jetzt mit einem neuen Gesetz zum 1. Januar erweiterte Möglichkeiten geschaffen. Man kann nun seine wöchentliche Arbeitszeit auf die Hälfte reduzieren. Dafür muss man dann mehrere Jahre auf ein Viertel deines Einkommens verzichten.

Wir informieren Sie im vorliegenden Schwerpunkt aus unserer Sicht über das Familienpflegezeitgesetz. Außerdem widmet sich das Interview dieser Ausgabe dem Themenkomplex Alter – Pflege – Demenz. Es gibt Ihnen Einschätzungen zur Versorgungssituation und fachliche Einblicke in die häusliche und ambulante Pflege. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Frau Voß von der Pflege Lebensnah für das aufschlussreiche Gespräch.

Darüberhinaus bietet sichtweisen I 2012 wie immer Impulse zu weiteren gleichstellungspolitisch aktuellen Themen.

Eine anregende Lektüre wünscht          

Monika Schulze